Im Bann der dunklen Mächte

Jennifer Tilly ist die (Zwillings-?)Schwester von Meg Tilly („Bride of Chucky“) – ansonsten gibt es über diesen Film eigentlich nichts zu sagen – über Jennifer übrigens auch nicht!

Im Bann der dunklen Mächte

Im Bann der dunklen Mächte

Seit ihrer Kindheit bringen Sarah (Mika Boorem) ihre übersinnlichen Kräfte nur Probleme ein. Mit ihrer scheinbar gewöhnlichen Schwester Lindsey (Summer Glau) steht sie schon immer in Konkurrenz. Als beide aufs College kommen, wollen sie ihr Leben neu beginnen. Bald merken sie aber, dass auch auf dem Campus jede Menge mysteriöse Mächte auf sie warten. (Quelle: FilmDB.de)

Frankster gruselt sich ganz und gar nicht

Stuart Gillard führte Regie bei diesem TV-Grussler. Gillard, verdanken wir neben vielen Episoden bekannter TV-Serien solche Glanzwerke wie Teenage Mutant Ninja Turtles III und vielversprechende Filme mit Namen wie „Kart Racer“, „The Scream Team“ oder auch „The Return of Shaggy Dog“. Wem bei dieser Auszählung nicht das Wasser im Munde zu Staub erstarrt, ist höchstwahrscheinlich Movie-Masochist. Bei seiner Regiearbeit zu „Im Bann des Bösen“ sorgt Gillard dafür, dass der gesamte Spielfilm wie eine TV-Serie wirkt. In der Tat begab ich mich gleich nach dem zweifelhaften Genuss von diesem Premiere Movie ins Internet um nachzuschauen, welcher gefloppten US-Serie dieser Film als Pilotprojekt diente – doch: Falsche Fährte! Der im Rahmen der „13 Halloween-Nächte“ Specials versendete Teeniehorror „The Initation of Sarah“ (Originaltitel) wurde erstmalig im Oktober 2006 auf ABC Family in den Staaten ausgestrahlt. Der Streifen ist eigentlich ein Remake eines gleichnamigen Mystery-Thrillers aus dem Jahr 1978 ist. Dieser scheint jedoch SO bekannt und beliebt zu sein, dass nicht einmal Wikipedia ihn ausführlich anspricht..

Und – Hand aufs Horrorfilmherz: Der geneigte Filmfreak hat wirklich nichts verpasst, wenn er diesen Film – der wahrscheinlich irgendwann einen Platz um 22 Uhr auf Pro7 oder RTL2 findet – nicht sieht und stattdessen lieber zum 100sten Mal „The Faculty“ oder „Scream“. Langweilige Darsteller, langweilige Story, angedeuteter Sex – kurzum: Familienfreundliches Gruseln, oder wie Cinema sagt: „Die dünne Geschichte und die holprigen Effekte reißen wirklich keinen vom Hocker, aber junge „Buffy“- und „Charmed“-Fans mögen ihren Spaß haben.“ 4 von 10 Punkten

Deutscher Titel: Im Bann der dunklen Mächte
Originaltitel: The Initiation of Sarah
Studio/Verleih: ABC Family, MGM
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2006
Länge: 89 Minuten
Regisseur: Stuart Gillard
Drehbuch: Daniel Berendsen, Tom Holland, Carol Saraceno
Musik: John Van Tongeren
Darsteller: Jennifer Tilly, Mika Boorem, Joanna Garcia, John Bilingsley, Margan Fairchild u.w.

US-TV-Trailer:

Fragile – A Ghost Story

Wenn ‚Aly McBeal‘ Calista Flockhart in einem spanischen Horrorfilm einmal keine abgedrehte, halluzinierende Tussi spielt, kann das eigentlich nur gruselig sein … oder nicht?

Fragile - A Ghost Story

Fragile - A Ghost Story

Mercy Falls: ein baufälliges Krankenhaus auf einer einsamen Insel, mit finsteren Gängen und einer knarrenden Fahrstuhlanlage. Längst hätte das morsche Gemäuer geräumt werden sollen. Das verrottete Obergeschoss ist schon seit Jahren geschlossen, nur im Erdgeschoss wartet eine kleine Gruppe von Ärzten, Schwestern und kindlichen Patienten auf die Evakuierung. Neuankömmling Amy, eine Krankenschwester mit traumatischer Vergangenheit, merkt schnell, dass in dem Hospital merkwürdige Dinge vor sich gehen. Aus dem abgesperrten 2. Stock dringen unheimliche Geräusche, und auf der Kinderstation ereignen sich immer wieder nächtliche Unfälle. Die Kinder sind nervös. Haben Angst. Vor etwas Unantastbarem, Unsichtbarem. Etwas, das nicht existieren dürfte, etwas voller Schmerz und Hass. Amy geht dem Grauen auf den Grund und stößt dabei auf ein schreckliches Geheimnis…auf ein Wesen, das weitaus schrecklicher, bösartiger und gefährlicher ist, als Amy je vermutet hat… (Quelle: Amazon.de)

Frankster gruselt zum Mittelmaß:

Was macht man wenn man ein wirklich maues, mit gängigen Klischees zugepflastertes Drehbuch hat und weiß, dass man allenfalls einen mittelmäßigen Gruselfilm aufs Tablett hauen wird? Richtig, man läßt es sein! … Oder verpflichtet eine magersüchtig-aussehende Ex-US-Seriengröße wie Calista Flockhart und hofft, dass dem Zuschauer dadurch nicht mehr auffällt, dass es sich bei Fragile eigentlich nur um die 1000ste Wiederauferstehung von der „böses Monster ist aus irgendwelchen Gründen hinter Kindern her“ -Story handelt.

Natürlich ist es heutzutage schwer, mit einem Horrorfilm noch wirklich zu schocken oder gar etwas Neues auf den Markt zu werfen: Scream, Grudge, The Ring, Final Destination … da bleibt neben unzähligen Fortsetzungen nicht mehr viel übrig, womit man im Mainstream noch für Aufmerksamkeit sorgen könnte. Dank Filmen wie The Nameless und Darkness (die ich meiner Erinnerung zufolge beide nicht gesehen habe) hat sich der spanische Regisseur Jaume Balagueró bei Freunden des Horrorgenres angeblich einen guten Ruf erarbeitet. Nichtsdestotrotz werde ich ihn sicherlich nicht wegen Fragile – A Ghost Story in Erinnerung halten, wenn bei mir in Zukunft wieder eines seiner Werke zufällig über den Bildschirm flimmern sollte. Mittelmaß: Alles schon einmal gesehen, leicht gegruselt und schon wieder vergessen: 5 von 10 Punkte!

Info:

Deutscher Titel: Fragile
Originaltitel:     Frágiles
Produktionsland: Spanien
Erscheinungsjahr: 2005
Länge (PAL-DVD): 93 Minuten
Originalsprache: Spanisch
Altersfreigabe: FSK 16
Regie:     Jaume Balagueró
Drehbuch: Jaume Balagueró, Jordi Galcerán
Musik: Roque Baños
Darsteller: Calista Flockhart, Elena Anaya, Colin McFarlane u.w.

Englischsprachiger Trailer:

Der Pakt – The Covenant

Normaler Weise geht es in einem Vampirfilm über Vampire. Läßt man allerdings die Vampire weg und gibt Ihnen stattdessen übernatürliche Hexenkräfte, hat man das Popcornkino des neuen Jahrtausends für die weibliche Generation 13+

Der Pakt - The Covenant

Der Pakt - The Covenant

Die Ipswich Kolonie in Massachusetts, im Jahr 1692: Fünf Familien, die alle über außergewöhnliche Kräfte verfügen, schließen sich zu einem Pakt des Schweigens zusammen. Nur eine Familie, die nach mehr Macht giert, wird verbannt – und verschwindet daraufhin spurlos. Bis heute… Ipswich heute: Caleb, Reid, Tyler und Pogue sind Studenten an der Eliteschule Spenser Academy und erleben eine normale Jugend mit Schulstress, Parties und der ersten Liebe. Tatsächlich aber sind sie die Nachkommen der Siedler von Ipswich und verfügen über dieselben besondern Kräfte wie schon ihre Vorfahren. Sie sind schneller und stärker als ihre Altersgenossen und können zudem Gegenstände mit der reinen Kraft der Gedanken bewegen. Verbunden durch ihre gemeinsame Herkunft, sind die vier Jungs unzertrennlich. Doch als einer ihrer Mitschüler nach einer Party tot aufgefunden wird, beginnen sie, sich gegenseitig zu verdächtigen. Nach und nach kommen die Geheimnisse, die sich um den mysteriösen Pakt ranken, ans Licht. Was seit Jahrhunderten die Familien der vier Jungs beschützt hat, scheint ihnen nun zum Verhängnis zu werden. (Quelle: Amazon.de)

Filmfacts

Auch wenn alles in der Geschichte von Der Pakt darauf hindeutet, basiert der Film auf keinem Buch oder Comic. Sony veröffentlichte jedoch ein gleichnamiges Comic zu Promotionzwecken. Für Verwirrung sorgten außerdem Top Cow Comics, die kurz vor Veröffentlichung des Films eine vierteilige Comicserie namens „The Covenant“ auf den Markt warfen, die scheinbar etwas mit dem Film zu tun hat. Im Film wird die Serie nicht als Quelle genannt. Die ersten beiden Teile des Comics können übrigens hier kostenlos im Internet angeschaut werden.

prisma-online urteilte vernichtend: Diese Mischung aus Fantasy-Nonsens und Teenagercliquenfilm hat noch nicht einmal tolle Bilder, geschweige denn nennenswerte Darsteller. Alles wirkt zusammengeklaut und krude gemischt, Hauptsache die Teenies sehen sexy aus. Regisseur Renny Harlin hat schon viel bessere Filme gedreht – doch das ist lange her.

Franksters Kritik:

Es ist wahr, dass Renny Harlin schon weitaus bessere Filme gedreht hat. Der Filmregisseur und –Produzent ist allerdings auch dafür bekannt, mit Die Piratenbraut den größten finanziellen Flop der Kinogeschichte gelandet zu haben. Ganz so schlimm wird es um Der Pakt nicht bestellt sein, auch wenn die Story um vier bzw. fünf übernatürliche Hexer natürlich kein Glanzwerk der Filmgeschichte ist – unterhaltsam war es allemal! Und für unterhaltsame Filme hat Harlin nun mal ein Händchen, was ein Blick auf seine Filmographie beweist: Neben dem wirklich exzellenten Mindhunters (1994), welchen wir sicherlich im Laufe der nächsten Wochen hier auf CeeNema einmal besprechen werden, finden sich da auch solche Highlights wie Nightmare On Elm Street 4 (1988), Stirb langsam 2 (1990), Deep Blue Sea (1999) oder auch Der Exorzist: The Beginning (2004). Bei einem solchen Schaffenswerk an Popcorn-Unterhaltung wird es doch wohl möglich sein, einem Mann auch Augenkrebswerke wie eben Die Piratenbraut (1995) oder Driven (2001) zu entschuldigen.

Aber zurück zum Pakt: Meiner Meinung ganz eindeutig ein romantischer Vampirfilm allerdings ohne Vampire, dafür aber mit weniger Tiefgang. Quasi eine Mischung aus Stephanie Meyers Bis(s)-Reihe und X-Men auf Altmodisch, vom Handlungsstrang natürlich so bearbeitet, dass auch Amerikaner dem Film folgen können, ohne den Kaugummi zu verschlucken. Unterhaltsames Popcorn-Kino – nicht mehr und nicht weniger! 6 von 10 Punkten!

Info

Deutscher Titel: Der Pakt
Originaltitel:      The Covenant
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2006
Länge (PAL-DVD): 97 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Regie:   Renny Harlin
Drehbuch: J. S. Cardone
Produktion: J. S. Cardone
Musik: tomandandy
Darsteller: Steven Strait, Laura Ramsey, Sebastian Stan, Taylor Kitsch u.w.

Deutscher Trailer

Targoor – Das Ding aus dem Inneren der Erde

Es schlummerte 50.000 Jahre im innern der Erde – doch dann zogen wir es aus den Untiefen des Wühltischs…

Targoor - Das Ding aus dem Inneren der Erde

Targoor - Das Ding aus dem Inneren der Erde

Bei Ölbohrungen in Alaska wird ein schreckliches Ungeheuer aus der Tiefe ans Tageslicht befördert. Ein vorsintflutliches, grauenvolles Wesen, das Tod und Vernichtung über die Menschen bringt. Dabei hatte alles so harmlos angefangen: Der Wissenschaftler Scott wollte nur das relativ kleine, fremdartige Lebewesen studieren. Er konnte nicht die schnelle Entwicklung und das explosive Wachstum der hässlichen Kreatur vorausahnen. Plötzlich treten mehrere mysteriöse Todesfalle ein. Jake, der Chef der Bohrinsel, erkennt die tödliche Gefahr als erster und versucht mit zwei weiteren Leuten das gewalttätige Monster zu stoppen. Fieberhaft suchen sie nach einem Mittel, das grauenvolle Biest zu vernichten, bevor es sich fortpflanzen kann. Sie kämpfen gegen die Zeit und die Urgewalt der Natur, denn die Konsequenzen sind unvorstellbar… (Quelle: www.digitaldvd.de)

Alex Cee gruselt sich: Die 1980er waren schon ein seltsames Jahrzehnt. Michael Jackson stülpt sich ein Handschuh über und wird zum Superstar, Sylvester Stallone erledigt in seinen Filmen mehr Kommunisten als der Ostblock Einwohner zählt und die USA wählt einen ehemaligen B-Movie Schauspieler zu ihrem Präsidenten. Beste Voraussetzungen also um mit einer Handvoll Dollar-Scheine ein paar hungrige Schauspielimitatoren in den Hinterhöfen Hollywoods für eine warme Suppe an das Set von Targoor zu locken.

Dieser Fernsehfilm aus dem Jahr 1981 wurde auf dem Höhepunkt der Trash-Welle vom US-Sender ABC produziert und TATSÄCHLICH ausgestrahlt! Was sich heute noch nicht einmal 9Live trauen würde, war vor 27 Jahren gängige Praxis. Angesichts des gerade entstehenden Videomarktes, mussten für die schrankgroßen Rekorder schleunigst neue Filme her. Da natürlich auch jeder Fernsehsender von dem wachsenden Markt profitieren wollte, entstanden skurrile Fließbandproduktionen, die selbst mit viel Alkohol kaum zu ertragen sind.

Selbstverständlich schwappte dieser Trend auch bald in die bundesdeutschen Wohnzimmer und so beglückte uns das Videolabel Carrera bereits wenige Jahre später mit dem Deutschland-Debüt von Targoor – Reise ins Grauen (dankenswerterweise hatten die Mitarbeiter des Marketings diesen kleinen Warnhinweis im Titel versteckt). Es vergingen zwei Jahrzehnte, ehe Starmedia Home Entertainment die Rechte im Müll fand und Targoor zu einem unbeachteten Comeback verhalf. Nach Verhaftung und Überstellung an das UN-Menschenrechtstribunal nahm sich im Februar 2007 schließlich die Elfra Film- u. Verlags-GmbH des Streifens an. Elfra ist normalerweise für sein hochwertiges und seriöses Verlagsprogramm aus den Bereichen 2. Weltkrieg, Kampfsport und Manga-Erotik bekannt, verlegt aber auch alte Bruce Lee-Schinken und verstaubte Western. Dass diesem Unternehmen Targoor so peinlich ist, dass es sich hinter dem Pseudonym NUM verstecken muss, sagt eigentlich alles über diesen Film aus…

Für den unschlagbaren Hartz-IV-Preis von 1,99 € erwartet wohl niemand eine Oscar-Produktion. Allerdings mutet es schon befremdlich an, wenn erwachsene Menschen derart dilettantisch über eine Bohrinsel stolpern und Dialoge zum Besten geben, die aus der Feder eines achtjährigen stammen müssen. Satzfragmente wie „Ich habe mit 16 meinen Freund umgebracht. Allerdings war das nicht so schlimm, der Richter sagte, ich muss nur die Stadt verlassen“ oder „Vor vielen Jahren haben Superaffen den Planeten beherrscht, die jedoch ohne eine Spur zu hinterlassen von der Erde verschwunden sind. Wir wissen noch nicht mal, ob es sie gab“ wären für mich eigentlich ein Grund, die Männchen mit den weißen Kitteln zu rufen. In den USA erhalten solche Menschen ein Einstellung als Drehbuchautoren. Auch eine Art der Therapie.

So kommt schließlich eins zum anderen und der Streifen nach 70 Minuten zum vermutlichen Höhepunkt. Ein Monster krabbelt aus dem Bauch einer nymphomanischen Bohrinselangestellten, öffnet Türen, klettert auf Leitern und tötet Menschen. Anders als es sich auf dem Cover vermuten lässt, ist das Ding allerdings nur enttäuschende 180 cm klein und wirkt auch sonst eher wie ein Komparse im Lackanzug und Fahrradhelm auf dem Kopp. Entpuppte sich seine Vorgeburt als eine Alien-Puppe aus der Muppetshow, setzt das Special Effect-Team jetzt noch einen drauf. Die unbeschreiblich nerv tötende Synthesizer-Mucke geht eine Symbiose mit den Geräuschabsonderungen des Monsters (Elll, elll, elll, elll usw.) ein und sorgt – wenn schon nicht für Spannung – wenigstens für Kopfschmerzen. Währenddessen schießt Bohrleider Jake Nevins (Chad Everett) mit Leuchtraketen auf das Ding und während ich mich frage, ob er hauptberuflich nicht den Schnauzbart von „Magnum“ Tom Selleck doubelt, explodiert auch schon der Komparse und ich habe es überstanden. 1 von 10 Punkten für den erfreulich kurzen Abspann, der auf der DVD nicht stattfindet.

Ach so, bevor ich es vergesse: Wir haben noch mehr Titel des brandheißen C-Movie Labels NUM in unseren Besitz gebracht! Freut Euch also mit uns auf weitere Klassiker aus den Untiefen des Wühltischs…

Deutscher Titel: Targoor – Das Ding aus dem Inneren der Erde (alternativ: Targoor – Reise ins Grauen)
Originaltitel: The Intruder within
Studio/Verleih: ABC Furia-Oringer / NUM (Elfra Film- u. Verlags-GmbH)
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1981
Länge (PAL-DVD): 92 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Regie: Peter Carter
Drehbuch: Ed Waters
Musik: Gil Melle
Darsteller: Chad Everett, Joseph Bottoms, Jennifer Warren, Rockne Tarkington, Lynda Mason, Green Paul Larsson, James Hayden u.w.

Bei einem Kaufpreis von 2 Euro macht sich noch nicht einmal der größte Nerd die Mühe, aus dem Rotz auch noch einen Trailer zu schneiden.

EDIT: Der Frankster weiß im Gegensatz zu Alex Cee mit einer Such-Funktion umzugehen und das jeder schlechte Film einen Trailer im Netz haben MUSS. Es folgt der US-Trailer aus dem Jahr 1981:

The Zombie Diaries

The Zombie Diaries

The Zombie Diaries

Ein unbekannter Vogelgrippe-Virus verbreitet sich rasend schnell in der Bevölkerung. Innerhalb weniger Wochen vereinnahmt er von der kleinsten ländlichen Dorfgemeinschaft bis zur großen Weltmetropole den gesamten Planeten. Schon bald sieht sich die Bevölkerung in einer völlig neuen Situation und auf einmal sehr realen Bedrohung gegenüber: den Untoten. Hier beginnt die Geschichte. Drei spannende Videotagebücher berichten über die ersten Momente nach dem Ausbruch der Epidemie bis zu den letzten Tagen der albtraumhaften Apokalypse: Eine Dokumentarfilmcrew reist ins ländliche Umland, um die ausgebrochene Epidemie auf Video festzuhalten und Interviews mit der Bevölkerung zu führen. Erst jetzt bemerkt das Team, wie weit der Virus bereits um sich gegriffen hat… Ein frisch verheiratetes Ehepaar will ein paar Tage außerhalb Londons verbringen, als es inmitten ausgestorbener Dörfer in die dort lauernde Gefahr stolpert… Eine Gruppe Überlebender sucht verzweifelt Zuflucht auf einem verlassenen Bauernhof, um sich dort zu verbarrikadieren… Verfolge die sich ausbreitende Zerstörung durch den Blick der Anwesenden als wärest du selbst mittendrin… (Quelle: Amazon)

Alex Cees Meinung:

Interessanterweise gibt zu Zombie Diaries etliche Rezessionen im deutschsprachigen Internet. Interessant deshalb, da es sich um eine Low-Budget Produktion eines jungen englischen Filmteams handelt, das sich wohl überlegt hat, im Stile von Blair Witch Project und Cloverfield eine Zombie-Doku zu drehen und damit dem Prof an der Kunsthochschule zu beeindrucken. Leider geht dieses Unterfangen mächtig in die Hose, da die (vermutlichen) Studenten einige wesentliche Punkte des Storytellings nicht oder nur am Rande beachtet haben.

Zum einen werden die vier Protagonisten – ein Fernsehteam aus London, das einem mysteriösen Virus auf dem flachen Land auf die Spur kommen will – mitten im Film verschluckt. Ohne Angabe von Gründen verschwinden sie plötzlich aus dem Plot und tauchen erst am Ende der Zombie Diaries in einem Rückblick wieder auf. Dieser Zeitsprung ist dem sadistischen Bösewicht Goke geschuldet, der Gruppe der Überlebenden verrät. Seine Motive bleiben im Hintergrund, genauso die Frage, weshalb seine masochistische Ader durch einen unsinnigen Zeitsprung im Film vertuscht werden soll, obwohl dem Zuschauer schon nach seinem ersten Auftritt klar sein sollte, dass es sich bei ihm um das Arschloch im Schrank handelt.

Auch die Zombie-Action hält sich in Grenzen und findet eigentlich nur am Rande statt. Die meisten Angriffe erfolgen im Dunkeln, wohl um die teure Maske zu sparen und mit rund einem dutzend Darstellern auszukommen. Die Soundeffekte sind furchtbar und gingen mir mächtig auf die Nerven. Die schauspielerischen Leistungen dagegen… na ja, würden wohl auch für Richterin Barbara Salesch reichen.

Alles in allem ein nettes Erstlingswerk für Studenten, die in den nächsten 15 Jahren Programmtrailer für Sky TV zusammenschneiden dürfen. Als Fan des Genres allerdings gibt es durchaus bessere Alternativen. 3 von 10 Punkten

Des Franksters Meinung:

Ich kann mich dem CeeNeManiac nur anschließen: Zombie Diaries ist eindeutig ein schlechtes Stück Wackelkamera – dagegen wirkt War of the Living Dead, der von mir immerhin 4 Punkte erhielt, wie ganz großes Kino.  Immernoch besser als City of the Dead, allerdings auch nur einen Hauch. Mein Gott, ich habe wirklich verdammt viele schlechte Zombie Filme in der letzten Zeit gesehen! Das besten an diesem Werk hier ist eindeutig das (für den Film) viel zu gute Cover. Geben wir diesem Blödsinn hier einfach 2 von 10 Punkten und hoffen auf zukünftlich ENDLICH wieder gute Untoten-Action im DVD-Player. Ich habe noch nicht aufgegeben!

Originaltitel:  The Zombie Diaries
Herstellungsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 2006
Regie: Michael Bartlett, Kevin Gates
Darsteller: Russell Jones, Craig Sovin und viele andere Laien, die wir hoffentlich niemals wiedersehen!

UK-Trailer:

Bats II – Blutige Ernte

Bats II - Blutige Ernte

Bats II - Blutige Ernte

Der Zeitpunkt: Die Gegenwart. Der Ort: Afghanistan. Die Mission: Einen fanatischen arabischen Terroristen namens Fazul zu finden, der sich in einem Höhlenlabyrinth unter der kargen Landschaft versteckt hält. Eine Eliteeinheit von speziell ausgebildeten und bewaffneten Soldaten durchkämmt die scheinbar endlosen unterirdischen Tunnel, um die Zielperson ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Doch dann stoßen sie in diesem erschreckenden Actionthriller auf einen Feind, auf den sie nicht vorbereitet sind – genetisch veränderte Vampirfledermäuse, die darauf programmiert wurden, sich von menschlichen Fleisch und Blut zu ernähren… (Quelle: Filmmag.de)

Kommentar Frankster: Fledermäuse sind diesen Sommer nicht zuletzt dank dem wahrscheinlich genialen neuen Batman Film wieder total in Mode. Nicht zuletzt deswegen war „Bats II – Blutige Ernte“ ein ‚Must See‘ für Alex und meine Wenigkeit an einem unserer zahlreichen Filmabende. Ein fast schon typischer amerikanischer C-Movie nach der Logik: Wir sind toll, die Tschechenen sind böse und die Russen … na ja, sind immer noch irgendwie böse, schließlich brauchen wir ja ein altes Feindbild falls uns die Neuen ausgehen. Man vermische diese Einstellung mit schlechten Schauspielern im Soldatenkostüm, animierten Hubschraubern, Fledermäusen und Landschaften und – BINGO – wir haben eine neue Direkt-on-DVD Produktion mit einem aussagekräftigen Titel, der allerdings überhaupt nichts mit dem ersten Teil zu tun hat. Das mag den 16jährigen Hauptschul-Filmfreak mit Hang zur Waffengewalt vielleicht noch erregen, von mir gibts dafür allerdings ganz schwache 1 von 10 Punkten.

Kommentar Alex Cee: Furchtbar, was mit Geld alles umgesetzt werden kann. Die einen kaufen sich ein schäbiges Auto, die anderen bestellen sich eine schäbige Frau aus dem Katalog und dritte drehen einen schäbigen Film. Immerhin: Die Animationen von Bats II erinnern stark an ein flott vorgerendertes Actiongame auf dem PC. Sehenswert ist dies allerdings noch lange nicht und wer überhaupt solche Geschichten verbricht, denkt sich sonst wohl auch die Quizfragen bei 9 Live aus. Ich konnte bei diesem Streifen nichts entdecken, was mich begeistert. Noch nicht einmal die Schokoladenseiten der Schauspieler waren sehenswert. Für das einigermassen befriedigende Ende gibt es immerhin noch einen Gnadenpunkt. 1 von 10 Punkten

Originaltitel: Bats – Human Harvest
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Regie: Jamie Dixon
Laufzeit: 84 Minuten
FSK-Freigabe: ab 18 Jahren
Darsteller: Tomas Arana, David Chokachi, Bill Cusack, Melissa De Sousa u.w.

US Preview:

Chuckys Baby

Chucky's Baby

Chucky's Baby

Nachdem Sohn Glen den Serien-Schlitzer Chucky und seine Braut Tiffany wieder zum Leben erweckt hat, wollen die beiden erneut auf Killertour gehen. Doch sein Sprössling hält Chucky ganz schön in Atem: Glen nennt sich lieber Glenda und hält überhaupt nichts von den Meuchelmorden seiner Puppen-Eltern! Mama Tiffany siehts ein und will als gutes Vorbild das Töten lassen. Stattdessen himmelt sie jetzt Jennifer Tilly an. Die Schauspielerin dreht einen Film über das Plastikpuppen-Duo und lernt die Mini-Mörder so näher kennen, als ihr lieb ist. (Quelle: tvmovie.de)

Franksters 5 Cents:

Weitere sechs Jahre mußten Fans der mörderischen Puppe warten, um zu erfahren, wie es mit Chucky und seiner Braut Tiffany weitergeht. Wie am Ende jedes Chucky Teils wurde die rothaarige Wiedergeburt natürlich getötet und auch um seine Anhängerin sah es nicht viel besser aus. Sie hatte jedoch in den letzten Sekunden des vierten Teils ein Baby geboren, was nun für den irreführenden deutschen Titel „Chucky’s Baby“ sorgte. Das Baby nämlich (anfänglich als „Shitface“ bekannt) ist inzwischen zum jungen Mann .. zur jungen Puppe mutiert und macht sich auf die Suche nach seinen Eltern. Witzig auch die Tatsache, dass Jennifer Tily in diesem Film zum einen sich selbst, zum anderen natürlich Tiffany spielt bzw. spricht und im gesamten Film keinen Hehl aus ihrer eher schlecht laufenden Schauspielkarriere macht. Insgesamt gesehen vielleicht einen Ticken schlechter als Teil 4, jedoch nicht die Gesamtpunktzahl beeinträchtigende 8 von 10 Punkten. Chucky Fans freuen sich jetzt übrigens trotz kleinem Cliffhanger am Ende dieses Films auf ein Remake des ersten Teils, was wahrscheinlich nächstes oder übernächstes Jahr ins Kino kommen soll.

Deutscher Titel: Chuckys Baby
Originaltitel:     Seed of Chucky
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2004
Länge (PAL-DVD): 91 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Regie:     Don Mancini
Drehbuch: Don Mancini
Musik:     Pino Donaggio
Darsteller: Jennifer Tilly, Redman, Hannah Spearritt, John Waters u.w.