TV-Tipp 6. Januar

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Die Kurzbeschreibung meiner Fernsehzeitung sagt fast schon alles aus: „Aliens saugen Menschen die Energie aus und machen London zur Vampirstadt“. Was hier so klingt, wie ein cooler SciFi-Horror-Trash aus den 60ern ist in Wirklichkeit ein cooler SciFi-Horror-Trash aus den 80ern. Der absolut kultige Tobe Hopper Film gehört eigentlich in jede anständige DVD-Sammlung – oder zumindest in jedes gut aufgeräumte Gedächtnis, also: Anschauen!

Dienstag, 6. Januar – 22:15 Uhr – Das Vierte: LIFERFORCE – Die tödliche Bedrohung

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Invasion

Invasion

Invasion

Eine gewaltige Explosion zerreißt den Himmel zwischen Dallas und Washington D/C – die Trümmer des zerborstenen Spaceshuttle Patriot regnen auf die USA herab. Die Behörden bekommen die Katastrophe zwar sofort unter Kontrolle, doch bald tauchen Gerüchte auf, dass an den Wrackteilen eine merkwürdige Substanz klebt: Und wer mit ihr in Berührung kommt, ist nicht mehr derselbe… Eine geheimnisvolle, bedenkliche Epidemie breitet sich von Washington DC aus immer schneller aus, die das Verhalten der Menschen radikal verändert. Die Psychiaterin Carol Bennell findet heraus, dass es sich um den Vorboten einer von Außeririschen gelenkten Invasion handelt. Fortan setzt sie alles daran, ihren Sohn zu beschützen, der womöglich der Schlüssel dafür sein könnte, die bevorstehende Invasion abzuwenden. (Quelle: Amazon.de)

Alex Cee startet die kritische Invasion:

Dieser 2007 abgedrehte Streifen gilt als eines der größten Flops in der Karriere von Nicole Kidman. Von den Kritikern zerrissen und vom Publikum gemieden, blieben die Kinosäle leer, während Kidman auf der Leinwand darum kämpft, bloß nicht einzuschlafen.

Welch bittere Parallele zum Publikum, mag sich da der eine oder andere denken, doch dieser Vergleich trügt. Zugegeben, Invasion kann sich nicht entscheiden, ob es nun ein Drama, ein Horrorfilm, ein Action-Streifen oder Science Fiction-Thriller sein möchte. Das liegt nicht zuletzt an der chaotischen Produktion des Films selber, der durch die Hände von gleich vier Regisseuren ging (Oliver Hirschbiegel, die Wachowski-Brüder und James McTeigue). Dennoch weiß Invasion zu überzeugen, wenn die erste halbe Stunde des Films vorbei ist. Es mag sein, dass Hirschbiegel einen kritischen, fast schon selbstreferentiellen Film drehen wollte. Leider bleibt in der Endfassung davon nicht viel übrig, so dass sich der Zuschauer fragt, was dieser elend lange Prolog nur zu bedeuten hat. Die zweite Hälfte von Invasion überzeugt dagegen durch großes Tempo und tollem Popkorn-Kino, das über die inhaltlichen Schwächen der ersten halben Stunde hinwegtröstet.

Invasion ist es nicht gelungen, die berühmte Romanvorlage Die Körperfresser kommen gekonnt umzusetzen. Dadurch ist der Streifen noch lange nicht gescheitert. Wer die ersten Minuten durchsteht, wird mit einem kurzweiligen und actiongeladenen Finish belohnt. 6,5 von 10 Punkten

Franksters invasiert weiter:

Eine Neuverfilmung im Body Snatchers Universum? Schaun wir mal: 1955 wurde von Jack Finney in den USA das Buch veröffentlicht und 1956 erstmals als Invasion of the Body Snatchers (Die Dämonischen) unter der Regie von Don Siegel verfilmt. 1978 folgte ein Remake von Philip Kaufmann, der für seine Version Stars wie Donald Sutherland, Brooke Adams und Leonard Nimoy auffuhr und natürlich die vor allen Dingen aus dem Nachtprogramm im TV bekannte Version Body Snatchers – Angriff der Körperfresser aus dem Jahr 1993, wo die komplette Handlung von Abel Ferrara auf einen US-Armeestützpunkt verlegt wurde. Auch Robert Rodriguez The Faculty (1998 ) scheint, wie die TV-Serie Invasion (1997) im Body Snatchers Universum zu spielen, auch wenn der Film eher als Satire anzusehen ist. Mit Invasion erschien 2007 die bis dato letzte Version der Dämonischen – diesmal wie Kollege Cee schon anmerkte, mit Nicole „sexy ass“ Kidman und Craig „007“ Bond in den Hauptrollen.

Kritiken wie „cineastischer Blindgänger“ oder auch „charakterloser Thriller“ mögen mit dafür Sorge getragen haben, dass der Film – schreiben wir es ruhig aus – ein Flop war. Hauptsächlich liegt dies jedoch daran, dass der Film wirklich nicht weiß, was er sein möchte. Dabei ist die Geschichte nach wie vor eine der faszinierenden Science-Fiction-Storys unserer Filmgeschichte. Eine Übernahme der Welt durch außerirdische Viren/Bakterien, die unser Bewußtsein verändern .. genial! Leider hat man 2007 nicht mehr soviel mit der Geschichte anzufangen gewußt, wie noch in den Jahrzehnten zuvor. Daher auch von mir berechtigte 6,5 von 10 Punkten (+ ein Extrapunkt für Nicole Kidmans ’07 inzwischen vierzigjährigen Hintern, der eine eigene Fotoserie in Hochglanzmagazinen verdient hätte ;-))


Deutscher Titel: Invasion
Originaltitel:     The Invasion
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Länge (PAL-DVD): ca. 93 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Regie:     Oliver Hirschbiegel
Drehbuch: Dave Kajganich
Produktion: Joel Silver
Musik: John Ottman
Darsteller: Nicole Kidman, Daniel Craig, Jeremy Northam, Susan Floyd u.w.

Deutscher Trailer:

TV-Tipp – Battle Royal II: Requiem

Heute Nacht in deutscher Erstaustrahlung auf dem Spartensender Das Vierte. Blutige Science-Fiction Action aus Japan – 23.35 bis 2.10 Uhr

Der Gewinner des letzten BR , Shuya Nanahara (Tatsuya Fujiwara) hat eine terroristische Organisation namens „Wild Seven“ gegründet, die sich dem Kampf gegen die verhassten Erwachsenen verschrieben hat. Um Nanahara, der sich mit seinen Getreuen auf eine verlassene Insel zurückgezogen hat, zu liquidieren, wird ein weiteres BR- Programm ins Leben gerufen. Die 42 Schüler der ausgewählten Klasse haben allerdings nur 3 Tage Zeit, um den Staatsfeind Nanahara auf der Insel aufzuspüren und zu beseitigen. Fluchtversuche werden durch die bereits bekannten Explosivhalsbänder verhindert, die allen Schülern angelegt werden. Allerdings bilden diesmal je eine Schülerin und ein Schüler ein Paar. Explodiert das Halsband des einen, so stirbt auch der Partner.

Quelle: Asianfilmweb.de

Deutscher Trailer:

HEUTE Serienstart von ‚My Name is Earl‘

My name is Earl

My name is Earl

‚My Name is Earl‘ – ab heute (Freitag) – 23:30 Uhr – auf RTL

Jason Lee spielt Earl Hickey, einen Kleinkriminellen, der mit einem Rubbellos 100.000 Dollar gewinnt, diese jedoch verliert, als er von einem Auto angefahren wird. Earl beginnt an Karma zu glauben, als er im Krankenhaus nach dem Unfall unter Morphiumeinfluss Carson Daly im Fernsehen davon reden hört: „Karma! Da war es passiert. Das Geheimnis des Lebens wanderte direkt aus Carson Dalys Mund in meine morphiumvernebelte Birne.“ („Karma! There it was. The secret of life coming straight from Carson Daly’s lips to my morphine-laced ears.“) Er entscheidet sich, sein Leben radikal zu ändern und schreibt eine Liste mit allen schlechten Dingen, die er in seinem Leben getan hat und will sie wiedergutmachen. Als er Müll aufsammelt um den ersten Punkt der Liste (Nr. 136) abzuhaken, fliegt ihm sein Rubbellos auf den Schuh. Dies überzeugt ihn gänzlich vom Konzept des Karma und das gewonnene Geld hilft ihm dabei, nach und nach jeden Punkt auf seiner Liste abzuhaken. (Quelle: Wikipedia.de)

Ein gespannt wartender Frankster:

Was haben die USA, die Schweiz und Österreich was wir bisher nicht hatten? Richtig: Die einen haben keine Ahnung, die anderen verhalten sich neutral und letztere sind einfach nur doof – aber alle haben „My name is Earl“ – den Serienkracher rund um Jason Lee. Die US-amerikanische Comedy-Serie über einen fiktiven Kleinkriminellen, der nach einem Unfall an Karma zu glauben beginnt und im Verlauf der Serie all seine schlechten Taten rückgängig zu machen versucht. Die Serie wurde von Greg Garcia geschrieben und von 20th Century Fox produziert. Im Gegensatz zu anderen Sitcoms wird weder eine „Lachkonserve“ verwendet noch in Studios gedreht.

Während in den USA bereits die dritte Staffel über den Äther flimmerte, hat RTL Erbarmen mit uns und strahlt die ersten 12 Folgen ab heute Abend/Nacht jeweils freitags um 23:30 Uhr aus. Für die neutralen Schweizer hat Earl hingegen nichts Neues zu bieten, denn dort liefen die Folgen bereits im September 2007, während unsere schluchtenscheißerischen Nachbarn in Österreich sogar schon im August letzten Jahres mit und über Earl lachen durften. Ich bin gespannt, was mich heute Abend erwartet!