Kino-Highlight 2009: KNOWING

 Der Concorde Filmverleih bringt mit KNOWING im kommenden Jahr einen apokalyptischen Thriller in die deutschen Kinos

(c) Concorde Filmverleih GmbH

1959 in Lexington, Massachusetts: Schüler einer Klasse beschreiben in einem Experiment ihre jeweilige Vision der Zukunft und lagern die Unterlagen in einer Zeitkapsel vor der Schule ein. Fünfzig Jahre später wird diese geöffnet und die Notizen und Zeichnungen von damals werden an die jetzigen Schüler ausgehändigt. 

Ted Myles‘ (Nicolas Cage) Sohn Caleb (Chandler Canterbury) bekommt ein mysteriöses Blatt Papier, auf dem sich eine scheinbar unkoordinierte Aneinanderreihung von Zahlenkolonnen befindet. Was steckt hinter den Zahlen? Myles findet heraus, dass ein Teil der Zahlen in Zusammenhang mit tragischen Unfällen und Katastrophen mit globalem Ausmaß in der Vergangenheit steht. Einige bezeichnen bestimmte Daten oder die Anzahl der menschlichen Opfer. Ein weiterer Teil der Zahlenfolge scheint auf Ereignisse in der Zukunft hinzuweisen. Gibt es eine Chance, diesen Code zu knacken und die kommenden Geschehnisse zu beeinflussen? 

(c) Concorde Filmverleih GmbH

(c) Concorde Filmverleih GmbH

Nach „I Robot“ widmen sich Regisseur Alex Proyas und Kameramann Simon Duggan erneut einem geheimnisvollen visionären Thema. Für die Hauptrollen konnten Nicolas Cage („Das Vermächtnis des geheimen Buches“) und Rose Byrne („Troja“) gewonnen werden. Der erst neunjährige Newcomer Chandler Canterbury überzeugt in der Rolle des Caleb. Der Kinostart dieses actiongeladenen Kinoereignis ist für den Frühjahr 2009 angesetzt.

Snakes on a Plane

Schlangen im Flugzeug verspeisen die Passagiere und Samuel L. Jackson hat was dagegen. Ein Film der hält, was er verspricht, und deshalb an der Kinokasse floppt. Sehr schade!

Snakes on a Plane

Snakes on a Plane

FBI Agent Flynn hat eine Mission: er soll einen Augenzeugen von Hawaii nach Los Angeles geleiten damit der Staat einen brutalen Mafiaboss hinter Gitter bringen kann. Doch als das Flugzeug gerade hoch in der Luft ist bahnen sich hunderte von aggressiven Giftschlangen ihren Weg in die Passagierkabine, attackieren alles was ihnen in den Weg kommt und verbreiten ein Chaos voller Angst und Schrecken. Mit Hilfe eines Schlangenexperten in L.A. versucht Flynn die Situation in den Griff zu bekommen um den Zeugen und die Passagiere vor den tödlichen Reptilien zu schützten. Es beginnt ein actionreicher und nahezu aussichtsloser Flug ums Überleben. (Quelle: Produktbeschreibung)

Snake on a Cee meint: Das Internet – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2006. New Line Cinema freut sich ein Loch in den Bauch. Unter tatkräftiger Mithilfe einiger Hollywood-Blogger ist es dem Filmstudio gelungen, einen gigantischen Hype um ihren neusten Film mit dem schmissigen Arbeitstitel Snake on a Plane zu entfachen. Zahlreiche Nerds und Online-Zombies drehen witzige Trailer und spamen die Foren mit Drehbuchvorschlägen voll. New Line ist sich sicher: Das wird ein Knaller.

Das obligatorische Preview für die Journaille hält man für nicht notwendig, schließlich könnte eine kritische Berichterstattung das sensible Cybervolk verschrecken. Als Ziel für das erste Kinowochenende werden deshalb bescheidene 38 Millionen Dollar ausgegeben, immerhin weiß man die Community hinter sich. Zu doof nur, dass diese von kostenpflichtigen Dienstleistungen nicht viel hält…

Während also die eine Hälfte schon dem nächsten heißen Scheiß hinterher hechelt und die andere noch überlegt, hinter welcher Müllwand sich wohl die Haustür verstecken könnte, verhungert Soap, wie hippe Leute den Streifen nennen, mit einem Einspielergebnis von nur 13,8 Millionen Dollar an den Kinokassen. In Deutschland sehen nur 73.000 Besucher (!) den Streifen und runden den spektakulärsten Flop der jüngeren Filmgeschichte ab. Ein Schock für New Line, das die Konsumfreude mitteilungsbedürftiger Internetgestalten komplett überschätzt hat. Oder gibt es tatsächlich einen triftigen Grund, Snakes on a Plane zu verschmähen?

Zugegeben, der Plot ist schnell erzählt. Aggressive Gift- und Würgeschlangen befreien sich im Frachtraum und fallen über die Passagiere her. Unter ihnen befindet sich FBI-Agent Neville Flynn (Samuel L. Jackson), der den Mordzeugen Eddie Kim (Bryon Lawson) zu einem Schwurgericht begleiten soll. Als die ersten Menschen einen qualvollen Tod erleiden, nimmt Flynn das Heft in die Hand und führt das Heer der Überlebenden in den sicheren Hafen des nächst gelegenen Airports.

Der eindimensionalen Story ungeachtet, bietet Snakes on a Plane wirklich alles, was ein kurzweiliger Katastrophenfilm braucht. Ganz im Stile alter Slasher-Filme bedient der Streifen zielsicher alle Vorurteile und Schockmomente des Trash-Action-Thrillers. Gewürzt mit einem kräftigen Schuss Ironie und Situationskomik hebt sich Soap erfrischend von den geistigen Vätern aus den 1970er Jahren ab und ersetzt den geschniegelten Superhelden mit Blend-A-Dent-Lächeln durch einen kompromisslosen, kantigen Cop mit coolen Sprüchen auf der Lippe. Keine Frage, der Cineasten-Macho kommt voll auf seine Kosten und erfreut sich an der Arbeit der kriechenden Reptilien.

Doch genau diese Kriterien sollten sich als die große Schwachstelle des Films erweisen – zumindest aus ökonomischer Sicht. Erwarteten die Zuschauer nach dem gigantischen Rauschen im World Wide Web nicht weniger als die Neuerfindung des Rades, erhielten sie stattdessen nur einen gut gemachten Genrefilm, der seinen kommerziellen Höhepunkt allerdings schon vor 30 Jahren überschritten hat. Ein klassischen Beispiel für miserables Marketing, was Snake on a Plane den Makel des Kassengifts verleiht. Vollkommen zu unrecht, aber leider nicht zu ändern. Die zischenden 8,5 von 10 Punkten sind da nur ein kleiner Trost…

Deutscher Titel: Snakes on a Plane
Originaltitel: Snakes on a Plane
Studio/Verleih: New Line Cinema / Warner Bros. Germany
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2006
Länge (PAL-DVD): 101 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Regie: David R. Ellis
Drehbuch: John Heffernan, Sebastian Gutierrez, David Dalessandro, John Heffernan
Musik: Trevor Rabin
Darsteller: Samuel L. Jackson, Julianna Margulies, Nathan Phillips, Rachel Blanchard, Bryon Lawson u.w.

Trailer (englisch):

Godzilla gegen MechaGodzilla II

Bitte melde Dich: Auf der Suche nach seinem ausgebrüteten Filius bleiben ein paar Hochhäuser an der Ferse kleben. Godzilla im Familienstreß legt zum zwanzigsten Mal japanische Großstädte in Schutt und Asche.

Godzilla gegen MechaGodzilla II

Godzilla gegen MechaGodzilla II

Aus Trümmern künstlich hergestellt und aufgebaut, stellt Mechagodzilla die ultimative Waffe gegen Godzilla dar. Das hochtechnisierte, atombetriebene und diamantengepanzerte Monster wird von Menschen als neue ultimative Waffe gegen Godzilla eingesetzt. Gleichzeitig wird auf einer gesperrten Insel, durch atomare Strahlung verseucht, von einem Forscherteam ein riesiges Ei entdeckt und für Forschungszwecke mitgenommen. Doch als aus dem Ei Babygodzilla schlüpft, machen sich Rodan und Godzilla auf den Weg, um ihren Schützling aus der Hand der Menschen zu befreien. Doch das soll verhindert werden, denn Babygodzilla ist bereits ein beliebtes Forschungsobjekt und wird von dem übermächtigen Mechagodzilla verteidigt. Ein gigantischer Kampf bricht los… (Quelle: Produktbeschreibung)

Alex Cee trampelt durch Tokio: Für die einen ist Godzilla ein unbewegliches Gummimonster, das durch eine Modelleisenbahn-Kulisse stampft. Für die anderen ist er längst das ultimative Kultmonster der Filmgeschichte, das sich auch nicht durch ein schlechtes, amerikanisches Sequel im Pazifik versenken lässt. Ganz klar: Godzilla verfügt über mindestens 28 Leben, die er in seinen Abenteuern auch größtenteils verbraucht. Nur James Bond wagt es, an diese Ziffer heranzureichen.

Doch was macht eigentlich die Faszination der überdimensionalen Eidechse aus, die seit 54 Jahren durch kleine, japanische Miniaturstädte walzt? Ist es wirklich nur die einzigartige Filmtechnik, die den destruktiven Kindheitstraum erfüllt, die ollen rosa Puppenhäuser der kleinen Schwester einmal kräftig aus dem Fenster zu treten? Oder verbirgt sich etwa mehr hinter der Filmreihe?

Wie wohl alle Beiträge Japans zur modernen Popkultur, lässt sich auch der geistige Eisprung Godzillas ziemlich genau in den Sommer 1945 zurückverfolgen: Als am 6. und 9. August des Jahres die atomare Hölle über Hiroshima und Nagasaki hereinbricht, entstand – mit Gedanken an die Erfahrungen des 2. Weltkriegs und im Angesicht der neuen Bedrohungen – in der unmittelbaren Nachkriegszeit eine nationale Friedensbewegung. Zahlreiche japanische Künstler verarbeiteten die Schrecken der Atombombe in düsteren Werken, die oftmals das Bild einer post-apokalyptischen Gesellschaft malen und die verheerenden Auswirkungen von Massenvernichtungswaffen auf die moderne Zivilisation und das Ökosystem zeigen.

Vor diesem Hintergrund bildet auch der Ur-Godzilla aus dem Jahr 1954 keine Ausnahme. Während die Bundesrepublik Deutschland im gleichen Jahr durch das Wunder von Bern aus der Depression der Nachkriegszeit gerissen wird, dreht Inoshiro Honda einen Spielfilm über ein Urzeit-Monster, das durch Atombombentests im Pazifik aufgeschreckt die japanischen Inseln heimsucht und zerstört. Erst eine Oxygen-Waffe, die den Sauerstoff in der Luft zersetzt, kann Godzilla stoppen und tötet das überdimensionale Wesen. Die Botschaft des Films ist klar: Der Menschheit drohen schlimme Katastrophen, wenn sie weiterhin die Atomkraft missbraucht.

Obwohl in den kommenden Jahren der klare politische Bezug aus der Godzilla-Reihe verschwindet und die Filme zum Teil in eine sehr skurrile Science-Fiction-Welt abdriften, bleibt der nukleare Holocaust ein wesentlicher Bestandteil aller Streifen. Dem kann und will sich auch Godzilla gegen MechaGodzilla II nicht entziehen. Da wäre zum einen der verzweifelte (und erfolglose) Versuch der Menschheit, durch moderne Technologien die Unbillen der Natur unter Kontrolle zu kriegen oder gar zu beseitigen. Ebenso spielt der unbedachte Eingriff in das Ökosystem, symbolisiert durch die Entwendung des Godzilla-Eis, und natürlich die nukleare Kontamination, aus der Baby Godzilla erst entsteht, eine große Rolle. Erst spät begreifen die Menschen den Zusammenhang zwischen den Zerstörungen und der Geburt von Baby Godzilla, das dem Forscherteam zwar freundlich gegenübertritt, schlussendlich jedoch seiner Natur folgend mit Mama in den Pazifik steigt.

Nicht zuletzt aufgrund dieser zwar nicht sonderlich tiefgreifenden, allerdings auch nicht platten Story, wartet ein kurzweiliges, wenn auch nicht atemberaubendes Filmerlebnis auf den Zuschauer. Freunde der Suitmationstechnik kommen natürlich in den Genuss epischer Kampfszenen im Legoland und Harikan Ryu, Wataru Fukuda und Kenpachiro Satsuma geben als Baby Godzilla, MechaGodzilla und Godzilla, The Real Deal eine akzeptable Figur in ihren dicken Latexkostümen ab. Immerhin müssen sie nicht waagerecht durch die Luft fliegen oder böse gucken.

Wer allerdings auf einen Klassiker hofft, wird enttäuscht werden. Der Film greift zu gerne auf bereits bekannte Elemente aus der Mottenkiste der Saga zurück und wirkt an vielen Stellen ungewohnt blutleer. Da hilft auch die Reanimierung von Rodan nicht weiter, der immer wieder durchs Bild fliegt und den Godzillas abwechselnd auf die Nerven fällt. Godzilla gegen MechaGodzilla II ist eben der Zwanzigste von 28 Godzilla-Streifen, nicht mehr und nicht weniger. So bleiben noch 4 von 10 Punkten für die Produktion übrig, wobei Fans gerne noch zwei Zähler auf die Wertung addieren dürfen.

Deutscher Titel: Godzilla gegen Mechagodzilla II
Originaltitel: Gojira vs. Mekagojira
Studio/Verleih: Splendid Entertainment/WVG
Produktionsland: Japan
Erscheinungsjahr: 1993
Länge (PAL-DVD): 108 Minuten
Originalsprache: Japanisch
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Takao Okawara
Drehbuch: Wataru Mimura
Musik: Akira Ifukube
Darsteller: Kazuma Aoki, Ryoko Sano, Megumi Odaka, Akira Nakao, Harikan Ryu, Wataru Fukuda, Kenpachiro Satsuma u.w.

Trailer (selbstverständlich auf japanisch):

Ghost Rider

Dagegen sind die Hells Angels der reinste Kindergarten: Schlossbesetzerbesitzer Nicolas Cage kämpft fernab von Bayern gegen den Sohn des Teufels!

Ghost Rider

Ghost Rider

Der berühmte Motorrad-Stuntfahrer Johnny Blaze (NICOLAS CAGE) geht einen teuflischen Pakt mit Mephistopheles (PETER FONDA) ein: Um seinen sterbenden Vater zu retten, verkauft er seine Seele einer dunklen Macht und trennt sich von Roxanne Simpson (EVA MENDES), der großen Liebe seines Lebens. Fortan ist Blaze gezwungen, Nacht für Nacht in Gestalt eines feurigen Dämons seine Runden zu drehen und das Böse zu vernichten. In Blackheart (WES BENTLEY), dem machthungrigen Sohn des Teufels persönlich, findet Blaze seine Nemesis.  (Quelle: Sony Pictures)

Franksters 5 PS:

Auch wenn ich in meiner Jugend viele Comics gelesen habe: Ghost Rider zählte niemals dazu. Das hat mich allerdings auch bei Iron Man nicht davon abgehalten, einen Abend mit Popcorn bewaffnet vor der Leinwand zu verbringen und mich köstlich zu amüsieren.

Gleich vorneweg: Robert Downey Jr. im Stahlkostüm hat mich wesentlich besser unterhalten, als Nicolas Cages brennendes Skelett auf einem Motorrad. Nichtsdestotrotz bemerkenswert, wie ein Schauspieler wie Cage – der ja wie der geborene Warmduscher aussieht immer wieder in Actionrollen überzeugen kann. Mit Wes Bentley als Blackheart, dem Sohn des Teufels (welcher wiederum von Peter Fonda verkörpert wird), hat man sicherlich beim Hauptbösewicht nicht an der Besetzungscouch vorbeigecastet – und mit Eva Mendez zudem noch eine leckere Geliebte besetzt, die man als (männlicher) Zuschauer am liebsten auf jeniger vernaschen würde.

Woran liegt es nun also, dass Ghost Rider eine Höchstwertung hier auf CeeNema verwährt bleibt? Zum einen am allseits bekannten ‚Da wäre mehr drin gewesen‚- Feeling, gepaart mit einem eher enttäuschenden Filmende, vielen zu offensichtlichen Klischees und einer relativ schlechten Animation des eigentlichen Hauptdarstellers ohne Haut. Wer jedoch einen coolen Actionfilm mit reichlichen Stunts, Effekten und leicht verständlicher Geschichte für einen unterhaltsamen Videoabend in den eigenen vier Wänden sucht, ist mit Ghost Rider bestens beraten. 7 von 10 Punkten

Info

Deutscher Titel: Ghost Rider
Originaltitel: Ghost Rider
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2006
Länge (PAL-DVD): 113 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Mark Steven Johnson
Drehbuch: Mark Steven Johnson
Musik: Christopher Young
Darsteller: Nicolas Cage, Eva Mendes, Wes Bentley, Sam Elliot, Peter Fonda, Donal Logue u.w.

US-Trailer:

Der Pakt – The Covenant

Normaler Weise geht es in einem Vampirfilm über Vampire. Läßt man allerdings die Vampire weg und gibt Ihnen stattdessen übernatürliche Hexenkräfte, hat man das Popcornkino des neuen Jahrtausends für die weibliche Generation 13+

Der Pakt - The Covenant

Der Pakt - The Covenant

Die Ipswich Kolonie in Massachusetts, im Jahr 1692: Fünf Familien, die alle über außergewöhnliche Kräfte verfügen, schließen sich zu einem Pakt des Schweigens zusammen. Nur eine Familie, die nach mehr Macht giert, wird verbannt – und verschwindet daraufhin spurlos. Bis heute… Ipswich heute: Caleb, Reid, Tyler und Pogue sind Studenten an der Eliteschule Spenser Academy und erleben eine normale Jugend mit Schulstress, Parties und der ersten Liebe. Tatsächlich aber sind sie die Nachkommen der Siedler von Ipswich und verfügen über dieselben besondern Kräfte wie schon ihre Vorfahren. Sie sind schneller und stärker als ihre Altersgenossen und können zudem Gegenstände mit der reinen Kraft der Gedanken bewegen. Verbunden durch ihre gemeinsame Herkunft, sind die vier Jungs unzertrennlich. Doch als einer ihrer Mitschüler nach einer Party tot aufgefunden wird, beginnen sie, sich gegenseitig zu verdächtigen. Nach und nach kommen die Geheimnisse, die sich um den mysteriösen Pakt ranken, ans Licht. Was seit Jahrhunderten die Familien der vier Jungs beschützt hat, scheint ihnen nun zum Verhängnis zu werden. (Quelle: Amazon.de)

Filmfacts

Auch wenn alles in der Geschichte von Der Pakt darauf hindeutet, basiert der Film auf keinem Buch oder Comic. Sony veröffentlichte jedoch ein gleichnamiges Comic zu Promotionzwecken. Für Verwirrung sorgten außerdem Top Cow Comics, die kurz vor Veröffentlichung des Films eine vierteilige Comicserie namens „The Covenant“ auf den Markt warfen, die scheinbar etwas mit dem Film zu tun hat. Im Film wird die Serie nicht als Quelle genannt. Die ersten beiden Teile des Comics können übrigens hier kostenlos im Internet angeschaut werden.

prisma-online urteilte vernichtend: Diese Mischung aus Fantasy-Nonsens und Teenagercliquenfilm hat noch nicht einmal tolle Bilder, geschweige denn nennenswerte Darsteller. Alles wirkt zusammengeklaut und krude gemischt, Hauptsache die Teenies sehen sexy aus. Regisseur Renny Harlin hat schon viel bessere Filme gedreht – doch das ist lange her.

Franksters Kritik:

Es ist wahr, dass Renny Harlin schon weitaus bessere Filme gedreht hat. Der Filmregisseur und –Produzent ist allerdings auch dafür bekannt, mit Die Piratenbraut den größten finanziellen Flop der Kinogeschichte gelandet zu haben. Ganz so schlimm wird es um Der Pakt nicht bestellt sein, auch wenn die Story um vier bzw. fünf übernatürliche Hexer natürlich kein Glanzwerk der Filmgeschichte ist – unterhaltsam war es allemal! Und für unterhaltsame Filme hat Harlin nun mal ein Händchen, was ein Blick auf seine Filmographie beweist: Neben dem wirklich exzellenten Mindhunters (1994), welchen wir sicherlich im Laufe der nächsten Wochen hier auf CeeNema einmal besprechen werden, finden sich da auch solche Highlights wie Nightmare On Elm Street 4 (1988), Stirb langsam 2 (1990), Deep Blue Sea (1999) oder auch Der Exorzist: The Beginning (2004). Bei einem solchen Schaffenswerk an Popcorn-Unterhaltung wird es doch wohl möglich sein, einem Mann auch Augenkrebswerke wie eben Die Piratenbraut (1995) oder Driven (2001) zu entschuldigen.

Aber zurück zum Pakt: Meiner Meinung ganz eindeutig ein romantischer Vampirfilm allerdings ohne Vampire, dafür aber mit weniger Tiefgang. Quasi eine Mischung aus Stephanie Meyers Bis(s)-Reihe und X-Men auf Altmodisch, vom Handlungsstrang natürlich so bearbeitet, dass auch Amerikaner dem Film folgen können, ohne den Kaugummi zu verschlucken. Unterhaltsames Popcorn-Kino – nicht mehr und nicht weniger! 6 von 10 Punkten!

Info

Deutscher Titel: Der Pakt
Originaltitel:      The Covenant
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2006
Länge (PAL-DVD): 97 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Regie:   Renny Harlin
Drehbuch: J. S. Cardone
Produktion: J. S. Cardone
Musik: tomandandy
Darsteller: Steven Strait, Laura Ramsey, Sebastian Stan, Taylor Kitsch u.w.

Deutscher Trailer

Starship Troopers 3: Marauder

Gigantische Insekten fressen erneut das Drehbuch auf – Starship Troopers geht in Runde 3!

Starship Troopers III

Starship Troopers III

Der Krieg gegen die Bugs dauert nun schon seit Jahren an und noch immer ist kein Sieg in Sicht. Die riesigen Insekten sorgen mit ich rasend schnell entwickelnden Mutationen für immer neue Probleme für die scheinbar unterlegene Menschheit. Auch unter der Zivilbevölkerung macht sich Unmut breit, die Zahl der Kriegsgegner wächst, die Föderation verliert an Ansehen. Johnny Rico (Casper van Dien) ist inzwischen zum erfolgreichen und beinharten General aufgestiegen. Doch als er auf einer Farmer-Kolonie auf seine alte Bekannte Lola Beck (Jolene Blalock) trifft, gerät er in Schwierigkeiten. Es kommt zum Handgemenge mit einem Vorgesetzten, Rico wird wegen Ungehorsams zum Tod am Strick verurteilt. Die Föderation verschont ihn aber überraschend, nur um ihn auf ein Himmelfahrtskommando zu schicken: Er soll den verschollenen Sky Marshall (Stephen Hogan) auf einem von Bugs verseuchten Planeten ausfindig machen… (Quelle: COPFKILLER bei OFDB.de)

Bug Frankster splattert:

Eine sehr gelungene Mischung aus Action, Comedy, Drama, Satire und verdammt vielen hässlichen Insekten machten den ersten Starship Troopers aus dem Jahr 1997 zu einem Glanzlicht des modernen Science-Fiction Filmgenres. Als ganze sieben Jahre später mit Starship Troopers 2: Held der Föderation endlich der Nachfolger als direkte Videoproduktion auf den Markt geworfen wurde, freuten sich tausende von Trooper-Fans ein Loch ins Knie – wurden jedoch bitter enttäuscht:

Gänzlich unbekannte Schauspieler quälten sich durch ein offensichtlich stark am Computer bearbeitetes Low-Budget Werk im Sat1-TV-Movie-Drehbuchstil. Zudem musste Teil 2 mit nur 7 Millionen US-Dollar Gesamtkosten auskommen (im Vergleich: in den ersten Teil wurden 95 Millionen gepumpt) – einem Problem, das man dem Film sehr wohl ansah. Geht man dann noch davon aus, dass von diesen sieben Riesen mindestens einer in schlechtes Koks für die Autoren floss, versteht sich fast von selbst, warum Held der Föderation im Endeffekt zu solch einem Dünschiss wurde.

Heute geht es allerdings um Teil 3, der den irreführenden Untertitel „Marauder“ hat. Marauder sind neu entwickelte Kampfroboter, die bereits im Starship Troopers PC-Spiel zum Einsatz kamen und mit diesem Film hier ungefähr soviel zu tun haben, wie Tine Wittler und die neue Brigitte-Diät. Nein, im Ernst: Die Marauder tauchen in einem Moment nostalgischer 16-Bit-Super Nintendo-Ära Animation in den letzten Minuten des Films auf und sorgen in einer Godzilla’esquen Rettungsaktion (zwei Ischen beten zu Gott und wiederholen dies immer und immer wieder in einer Form von Gesang) für das Happy End.

Zuviel verraten? Nicht im geringsten, denn ansonsten ist Starship Troopers 3 ein recht ansehnlicher Film, was vor allen Dingen an Casper Van Dien als Johnny Rico liegt, der im zweiten Teil schmerzlich vermisst wurde und der eigentliche Hauptdarsteller des ersten Teils war. Doch auch Van Dien täuscht nicht über ein erneut recht schwaches Drehbuch hinweg, was sich jedoch wenigstens teilweise wieder auf die Stärken des ersten Teils zu stützen versucht. Zurück bleibt ein fader Nachgeschmack und die Erkenntnis, dass wieder einmal nicht genug aus der Geschichte herausgeholt wurde. Kein Film für die heimische DVD-Sammlung, aber durchaus für einen Filmabend zu empfehlen. 6 von 10 Punkten

Originaltitel:     Starship Troopers 3: Marauder
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Originalsprache: Englisch
Regie:     Edward Neumeier
Drehbuch: Edward Neumeier
Musik:     Klaus Badelt, Ian Honeyman, Andrew Raiher
Darsteller: Casper Van Dien, Jolene Blalock, Catherine Oxenberg, Boris Kodjoe u.w.

US-Trailer:

Hancock

Will Smith kann fliegen und beweißt, dass Superhelden nicht immer interessant sein müssen. Schade.

Hancock

Hancock

Es gibt Helden. Es gibt Superhelden. Und dann gibt es noch Hancock (WILL SMITH). Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung – das weiß jeder – genauer gesagt jeder, außer Hancock. Denn als Superheld hat er es nicht leicht. Wegen seiner unkonventionellen Methoden und nach einigen „Missgeschicken“ ist die Bevölkerung von Los Angeles nicht mehr besonders gut auf ihn zu sprechen. Alle lieben es, ihn zu hassen. Doch ein PR-Berater (JASON BATEMAN) will ihm dabei helfen, sein ramponiertes Image wieder auf Vordermann zu bringen. Aber als sich Hancock auch noch in dessen attraktive Frau Mary (CHARLIZE THERON) verliebt, nimmt das Chaos endgültig seinen Lauf – zumal sich herausstellt, dass die beiden unerwartete Gemeinsamkeiten haben… (Offizieller Pressetext von SONY)

Des Franksters und des Ceesters gemeinsame Meinung:

Einerseits ist es lustig, einen besoffenen Superhelden durch die Häuserschluchten L.A.s fliegen zu sehen – andererseits kann es ganz schön ermüdend wirken, wenn in der Mitte des Films die Autoren in den Streik treten und aus einer witzigen Superhelden-Story plötzlich die Verdi-Version von Dogma entsteht. Wir wissen zwar nicht, ob die Autorenstreiks in den USA diesen Film tatsächlich beeinträchtigt haben, allerdings drängt sich dieser Verdacht bei dem krassen Schnitt der Handlung auf. Warum der immer launisch und alkoholisierte Hancock plötzlich eine Frau an die Seite gestellt wird, die mit seinem PR-Berater verheiratet ist, sich als seine eigentliche Ehefrau vorstellt und über noch stärkere Kräfte verfügt als der Superheld, erschließt sich uns nicht wirklich. Mal ernsthaft: Was wäre bspw. Armageddon, wenn erst ein riesiger Komet auf die Erde fallen soll und ein Team auf denjenigen geschickt wird, um ihn zu sprengen, dann aber auf dem Flug dorthin feststellt, dass ihnen der Weltuntergang eigentlich am Arsch vorbei geht und schließlich eine Kolonie für bisexuelle Hamsterliebhaber auf dem Mars eröffnet. Das erwartet nicht nur niemand und will auch keiner sehen, es ist auch vollkommen sinnlos. Nicht, das Hancock ein schlechter Film wäre – er leidet nur unter einem schlechten Drehbuch. Wieso sich Hancock zum Schluss des Films von seiner Frau entfernen muss, um seine Unsterblichkeit zu bewahren, bleibt wohl auch sein Geheimnis. Zumindest bis zum ersten Sequel. 6 von 10 Punkten

Deutscher Titel: Hancock
Originaltitel:     Hancock
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Länge (PAL-DVD): 92 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12[1]
Regie:     Peter Berg
Drehbuch: Vince Gilligan, Vincent Ngo
Musik:     John Powell
Studio Verleih: Columbia Pictures
Darsteller: Will Smith, Jason Bateman, Charlize Theron u.w.

Deutscher Trailer: