Born to Be Wild

„Saumäßig unterwegs“ sind u.a. John Travolta und Tim Allen auf ihre alten Tage – und bekommen Ärger mit einer echten Biker-Gang!

Saumäßig unterwegs

Saumäßig unterwegs

Jahrelang sind sie in der Vorstadt zu perfekten Spießern geworden, jetzt wollen sie es sich und der Umwelt noch mal zeigen: Die vier ungleichen Freunde Woody (John Travolta), Dudley (William H. Macy), Doug (Tim Allen) und Bobby (Martin Lawrence) können sich zwar kaum auf dem Sattel halten, brechen aber dennoch frohgemut mit ihrer Harley auf in die weite Highway-Wildnis ihres Landes. Kaum auf Achse und die neue Freiheit genießend, treffen sie auf eine echte Biker-Gang. Und die „Del Fuegos“ sind von den Freaks wenig begeistert. (Quelle: kino.de)

Born to be Frankster:

Willkommen in einer Zeit, in der solche Filme mit Dan Aykroyd, Chevy Chase und Steve Martin in den Hauptrollen der große Hit waren. Einer Zeit, in der sich Leute noch für Lichtspielvorführungen von Caddyshack anstellten, sich bei sämtlichen Police Academy -Teilen vor lachen in die Hosen pullerten und Thomas Gottschalk als den neuen deutschen Richard Gere auf Kinoleinwänden feierten. Herzlich Willkommen also in den 1980ern, wo … nein, halt …

Moooment mal! Ich sehe gerade, dass dieser Film 2007 in die Kinos kam und der Typ, den ich für Aykroyd hielt, in Wirklichkeit Tim Allen heißt. Kann es möglich sein, dass jemand den Herren Travolata & Co. vergaß zu sagen, dass wir inzwischen schon alleine vom Humor zwanzig Jahre weiter sind? Männer in der Midlife-Crisis mit unterschiedlichen Problemen legen sich mit einer echten Biker-Gang an (einziger Lichtblick im Film: Ray Liotta als Anführer der Del Fuegos) und am Ende wird alles gut, weil in Wirklichkeit die Uncoolen total cool sind? Ist das der american way of life?

Kritiker Stephen Hunter schrieb in der Washington Post im März 2007 passender Weise, die Gags seien „witzlos“ und die vier Hauptdarsteller würden weder einen gemeinsamen „Rhythmus“ noch „Chemie“ entwickeln. Nichts anderes als eine Parodie von Drei Amigos (übrigens mit Steve Martin und Chevy Chase) würde den geneigten Kinobesucher hier erwarten. Peter Travers meinte im Rolling Stone, die Witze würden „bereits auf den Lippen der Darsteller sterben“ und seien schwerverdaulich. Und Andreas Jaschke von Moviemaze hatte am Abend der Filmbetrachtung verdammt guten Stoff und urteilte, dass der Film eine saukomische Farce sei und niemand, der sich köstlich amüsieren wolle, solle sich den Film entgehen lassen. Bis ich herausgefunden habe, was die Kollegen vom Moviemaze einnehmen, vergebe ich 3 von 10 Punkten und warne ausdrücklich vor dem Genuß von Born to be wild – es sei denn, beim Zuschauer handelt es sich um die Generation 50+, die sich hierbei sicherlich sehr gut unterhalten fühlt.

Info:

Deutscher Titel: Born to be Wild – Saumäßig unterwegs
Originaltitel: Wild Hogs
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Länge (PAL-DVD): 99 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 6
Regie: Walt Becker
Drehbuch: Brad Copeland
Musik: Teddy Castellucci
Darsteller: Tim Allen, John Travolta, Martin Lawrence, Ray Liotta u.w.

Deutscher Trailer:

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