Stromberg – Vom TV ins Kino?

Die amerikanische Seite Hollywoodreporter.com berichtet, dass Brainpool einen Stromberg Kinofilm nach Beendigung der vierten Staffel plant. DWDL schrieb daraufhin, dass man wahrscheinlich eher einen TV-Film produzieren wolle, Pro Sieben aber anhaltende Gerüchte nicht dementieren wolle. Wie dem auch sei: Was Stromberg in Hollywood ausrichten könnte, beweist folgender Clip:

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Trailer: Bis(s) zum Morgengrauen

Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen

Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen - © 2008 Concorde Filmverleih GmbH

Die „Bis(s)„-Buchreihe von Stephanie Meyer wird zur Zeit verfilmt und soll am 22. Januar 2009 in unsere Kinos kommen. Ähnlich wie bei Harry Potter handelt es sich hierbei zwar auch um einen Hype, nichts desto trotz ist die Hälfte der CeeNema-Redaktion bereits der mysteriösen Geschichte von Bella (im Film gespielt von Kristen Steward, bekannt aus Jumper) und ihrem Vampirfreund Edward (Robert Pattison, Potter-Fans bereits aus den Verfilmungen als Cedric Diggory ein Begriff) verfallen. Für Fans hier der deutsche Twilight Trailer:

Im Bann der dunklen Mächte

Jennifer Tilly ist die (Zwillings-?)Schwester von Meg Tilly („Bride of Chucky“) – ansonsten gibt es über diesen Film eigentlich nichts zu sagen – über Jennifer übrigens auch nicht!

Im Bann der dunklen Mächte

Im Bann der dunklen Mächte

Seit ihrer Kindheit bringen Sarah (Mika Boorem) ihre übersinnlichen Kräfte nur Probleme ein. Mit ihrer scheinbar gewöhnlichen Schwester Lindsey (Summer Glau) steht sie schon immer in Konkurrenz. Als beide aufs College kommen, wollen sie ihr Leben neu beginnen. Bald merken sie aber, dass auch auf dem Campus jede Menge mysteriöse Mächte auf sie warten. (Quelle: FilmDB.de)

Frankster gruselt sich ganz und gar nicht

Stuart Gillard führte Regie bei diesem TV-Grussler. Gillard, verdanken wir neben vielen Episoden bekannter TV-Serien solche Glanzwerke wie Teenage Mutant Ninja Turtles III und vielversprechende Filme mit Namen wie „Kart Racer“, „The Scream Team“ oder auch „The Return of Shaggy Dog“. Wem bei dieser Auszählung nicht das Wasser im Munde zu Staub erstarrt, ist höchstwahrscheinlich Movie-Masochist. Bei seiner Regiearbeit zu „Im Bann des Bösen“ sorgt Gillard dafür, dass der gesamte Spielfilm wie eine TV-Serie wirkt. In der Tat begab ich mich gleich nach dem zweifelhaften Genuss von diesem Premiere Movie ins Internet um nachzuschauen, welcher gefloppten US-Serie dieser Film als Pilotprojekt diente – doch: Falsche Fährte! Der im Rahmen der „13 Halloween-Nächte“ Specials versendete Teeniehorror „The Initation of Sarah“ (Originaltitel) wurde erstmalig im Oktober 2006 auf ABC Family in den Staaten ausgestrahlt. Der Streifen ist eigentlich ein Remake eines gleichnamigen Mystery-Thrillers aus dem Jahr 1978 ist. Dieser scheint jedoch SO bekannt und beliebt zu sein, dass nicht einmal Wikipedia ihn ausführlich anspricht..

Und – Hand aufs Horrorfilmherz: Der geneigte Filmfreak hat wirklich nichts verpasst, wenn er diesen Film – der wahrscheinlich irgendwann einen Platz um 22 Uhr auf Pro7 oder RTL2 findet – nicht sieht und stattdessen lieber zum 100sten Mal „The Faculty“ oder „Scream“. Langweilige Darsteller, langweilige Story, angedeuteter Sex – kurzum: Familienfreundliches Gruseln, oder wie Cinema sagt: „Die dünne Geschichte und die holprigen Effekte reißen wirklich keinen vom Hocker, aber junge „Buffy“- und „Charmed“-Fans mögen ihren Spaß haben.“ 4 von 10 Punkten

Deutscher Titel: Im Bann der dunklen Mächte
Originaltitel: The Initiation of Sarah
Studio/Verleih: ABC Family, MGM
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2006
Länge: 89 Minuten
Regisseur: Stuart Gillard
Drehbuch: Daniel Berendsen, Tom Holland, Carol Saraceno
Musik: John Van Tongeren
Darsteller: Jennifer Tilly, Mika Boorem, Joanna Garcia, John Bilingsley, Margan Fairchild u.w.

US-TV-Trailer:

Film-News am Sonntag (KW34)

Bollywood-Komödie in Emiraten verboten

Der Nationale Medienrat der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hat die neue indische Komödie «God Tussi Great Ho» verboten und eine sofortige Absetzung des Remakes von «Bruce Almighty» verlangt. Der Grund: Der Film verstosse gegen die islamische Lehre. (weiterlesen bei cineman.de)

Neue Comicverfilmung mit Nicolas Cage

Nicolas Cage hat Blut geleckt: Nach der – zumindest in den USA – durchaus erfolgreichen Verfilmung von „Ghost Rider“ hat sich der Superstar die nächste Rolle in einer Comic-Adaption geangelt. Cage übernimmt einen Part in „Kick-Ass“, den Matthew Vaughn für die große Leinwand inszenieren wird. Bemerkenswert: Frontschwein Nic begnügt sich mit einer Nebenrolle in dem Comic-Spektakel, das zudem alles andere als Hollywood-konform sein wird. (weiterlesen bei Kino.de)

Kinokette Cinemaxx will weitere Kinos schließen

Die börsennotierte Kinokette Cinemaxx will weitere drei bis fünf unrentable Großkinos schließen. „Am 30. September haben wir in Deutschland noch 32 Multiplexe, also große Kinocenter. Zwei weniger als zu Jahresbeginn. Mittelfristig wollen wir auf 27 bis 29 Häuser kommen“, sagte Cinemaxx-Chef Christian Gisy der „Wirtschaftswoche“ laut Vorabbericht vom Freitag. (weiterlesen bei inside-digital.de)

Guy Ritchie dreht Sherlock Holmes

Im Interview mit der USA Today äußerte sich Guy Ritchie (Bube, Dame, König, grAs; RocknRolla) zu den anstehenden Dreharbeiten seines kommenden Films Sherlock Holmes. Die Geschichte um den weltbekannten Detektiv wird neu interpretiert und soll wesentlich actionreicher und härter ausfallen. Das Projekt basiert auf einer Comic-Vorlage von Lionel Wigram. Die Hauptrolle übernimmt Iron-Man-Star Robert Downey Jr. (weiterlesen bei Widescreen Vision)

Drehbuch für fünften „Lethal Weapon“-Teil fertig

Die Gerüchte, dass ein fünfter Teil der Actionreihe „Lethal Weapon“ entstehen soll, erhärten sich mal wieder. Drehbuchautor Shane Black, der auch schon das Skript für den ersten Teil von „Lethal Weapon“ verfasste, soll laut Meldungen im Internet die Geschichte für das fünfte Action-Abenteuer bereits fertiggestellt haben. (weiterlesen beim Cineasten Treff)

Geteiltes Echo auf neuen Woody-Allen-Film

Der neueste Film von Regie-Altmeister Woody Allen (72) ist in den USA auf ein geteiltes Echo gestoßen. Die erotische Komödie „Vicky Cristina Barcelona“ mit Scarlett Johansson, Penélope Cruz und Javier Bardem bekam zu ihrem Start am Wochenende sowohl verhaltene wie auch überschwängliche Kritiken. „Das ist nicht die Rückkehr von Woody Allen“, befand etwa die „Los Angeles Times“ knapp, während die „Chicago Sun“ jubelte: „Ein echtes Comeback – eine romantische Komödie, die beste Sommerunterhaltung mit ernsten Untertönen verbindet.“ (weiterlesen beim Tagesspiegel)

Neuer Gegner heizt Iron Man ein

Die Vorbereitungen zu der Fortsetzung des Kinohits „Iron Man“ werden immer konkreter. Nachdem der Kinostart 2010 beschlossene Sache ist, geht es jetzt um den neuen Widersacher des Superhelden. Regisseur Jon Favreau hat verraten, dass ein gewisser Fing Fang Foom gute Chancen auf den Posten hat: „Ich habe seine Nominierung aus verlässlicher Quelle.“ (weiterlesen bei Kino.de)

Babylon A.D. kommt im September in die Kinos

Der Science-Fiction-Thriller Babylon A.D. mit Vin Diesel und Mélanie Thierry kommt am elften September in die Kinos. Der Film ist die sechste Regiearbeit des Schauspielers und Regisseurs Mathieu Kassovitz. Dabei handelt es sich um eine in düster-monumentalen Bildern erzählte phantastische Geschichte von Geburt, Tod und Wiederauferstehung in der Welt der nahen Zukunft. (weiterlesen bei inside-digital.de)

Veronica Mars auf der großen Leinwand

Die US-Serie Veronica Mars ereilte – wie viele Shows zuvor – der voreilige Tod. Nach nur drei Staffeln nahm US-Sender CW Television Network (The CW) den Titel aus dem Programm, denn trotz guter Kritiken blieben die Quoten hinter den Erwartungen. Die dennoch riesige Fanbase darf sich allerdings auf einen möglichen Kinofilm freuen, der Veronica Mars auf die große Leinwand bringen soll. Serienschöpfer Rob Thomas hat bereits entsprechende Vorbereitungen getroffen. (weiterlesen bei Widescreen Vision)

Night and the City

Der Name „Robert de Niro“ und das Wort „Flop“. Zwei Begriffe, die nicht zusammengehören. Oder etwa doch? Eine Rezension über die Ausnahme, welche die Regel bestätigt.

Night and the City - Die Nacht von Soho

Night and the City - Die Nacht von Soho

Harry (Robert De Niro) fristet ein jämmerliches Dasein. Mit zweifelhaften Bagatellfällen hält sich der erfolglose Anwalt im New Yorker Stadtteil Soho über Wasser, immer auf der Jagd nach dem schnellen Dollar. Als er durch einen Mandanten Einblick in die Box-Szene erhält, wittert er seine große Chance: Mit den Ersparnissen seiner Geliebten Helen (Jessica Lange) versucht sich Harry als Box-Promoter. Doch das Box-Geschäft ist fest in der Hand des allmächtigen Boom Boom Grossman (Alan King), und der hat ganz eigene Methoden, sich die neue Konkurrenz vom Hals zu schaffen… (Quelle: www.digitalvd.de)

Alex Cee steigt in den Ring: Schon im Vorspann fällt dem aufgeklärten Filmfreund ein Name sofort ins Auge. Als Produzent und Regisseur gibt sich ein gewisser Irwin Winkler die Ehre. Irwin Winkler, Irwin Winkler, da war doch was? Richtig! Irwin Winkler ist der berühmte Produzent der Rocky-Filme I bis V und schenkte der Welt im Jahre 1985 die Trash-Fernsehserie schlecht hin: MacGyver. Das bürgt also für Qualität oder zumindest für skurrile Gestalten mit Vokuhila und Selbstbau-Atombombe in der Hosentasche.

Dass in Night and the City weder das eine, noch das andere zu sehen ist, erklärt vielleicht auch, weshalb der Streifen nur 9,48 Millionen US-Dollar an den Kinokassen einspielen konnte. Zugegeben: Die Messlatte für Die Nacht in Soho (so der deutsche Alternativtitel) lag für Winkler sehr hoch. Der Film ist ein Remake des Noir-Klassikers Die Ratten von Soho aus dem Jahr 1950, der wiederum auf einen Roman des Briten Gerald Kersh basiert, einer frühen Ikone der Noir- und Kriminalliteratur.

Night and the City schleppt also ganz schön viel historischen Ballast mit sich rum und bürdete Irwin Winkler, der in diesem Spielfilm erst zum zweiten Mal Regie führte, ein hohes Maß an Verantwortung auf. Schon ein Blick auf die Darstellerliste verdeutlicht, dass er sich dieser bewusst war. Allen voran fällt natürlich der Name Robert de Niro auf, der den windigen Anwalt Harry Fabian so glanzvoll interpretiert, dass ihm angesichts des eher mauen Drehbuchs postum ein Oscar gebührt! Auch Jessica Lange und Alan King präsentieren sich in Hochform und verleihen den Figuren der vorbestraften Kellnerin Helen Nasseros und des skrupellosen Boxpromoters Boom Boom ein Höchstmaß an Glaubwürdigkeit.

Dass Night and the City dennoch so klanglos verpufft, wie ein nasser Silvesterknaller im Schneematsch, liegt nicht zuletzt an der wenig überzeugenden erzählerischen Umsetzung der Vorlage. Vom einstigen Noir-Klassiker ist nicht viel mehr als eine fade Thriller-Komödie übrig geblieben, die mit bierernsten Figuren durch eine absurde Comic-Welt stolpert. Konfusion ist die Folge und es stellt sich die Frage, weshalb ein erfolgreicher Boxveranstalter in einem abgewrackten Anwalt, der noch nicht mal genug Geld für die erste Veranstaltung zusammen bringt, einen ernsthaften Wettbewerber sieht. Allzu durchsichtige Nebenplots, wie die verhängnisvolle Affäre zwischen Helen und Harry, sowie der todbringende Konflikt zwischen dem herzkranken Al und einen gehässigen Türsteher beweisen nur, dass ein paar Boxhandschuhe und ein Schweizer Messer im Schnittraum manchmal eben doch nicht für einen Kassenknüller ausreichend sind. Sehr, sehr  schade um die verpasste Chance. Nur 5 von 10 Punkten.

Deutscher Titel: Night and the City
Deutscher Alternativtitel: Die Nacht von Soho
Originaltitel: Night and the City
Studio/Verleih: 20th Century Fox / Eurovideo Bildprogramm GmbH
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1992
Länge (PAL-DVD): 100 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Irwin Winkler
Drehbuch: Richard Price
Musik: James Newton Howard
Darsteller: Robert De Niro, Jessica Lange, Cliff Gorman, Alan King, Jack Warden, Eli Wallach u.w.

Trailer:
Gute Frage ;-). Um meinen Kollegen Frankster vorzugreifen: Ja, es gibt den Trailer auf You Tube. Ganz bestimmt! Nur hält sich meine Lust in Grenzen, zwischen den Millionen Batman-Clips nach dem richtigen Filmschnipsel zu suchen.  Aus diesem Grund verweise ich mit guten Gewissen auf einen englischsprachigen Trailer, den ich auf den Seiten der New York Times gefunden habe. Viel Spaß 🙂

Fragile – A Ghost Story

Wenn ‚Aly McBeal‘ Calista Flockhart in einem spanischen Horrorfilm einmal keine abgedrehte, halluzinierende Tussi spielt, kann das eigentlich nur gruselig sein … oder nicht?

Fragile - A Ghost Story

Fragile - A Ghost Story

Mercy Falls: ein baufälliges Krankenhaus auf einer einsamen Insel, mit finsteren Gängen und einer knarrenden Fahrstuhlanlage. Längst hätte das morsche Gemäuer geräumt werden sollen. Das verrottete Obergeschoss ist schon seit Jahren geschlossen, nur im Erdgeschoss wartet eine kleine Gruppe von Ärzten, Schwestern und kindlichen Patienten auf die Evakuierung. Neuankömmling Amy, eine Krankenschwester mit traumatischer Vergangenheit, merkt schnell, dass in dem Hospital merkwürdige Dinge vor sich gehen. Aus dem abgesperrten 2. Stock dringen unheimliche Geräusche, und auf der Kinderstation ereignen sich immer wieder nächtliche Unfälle. Die Kinder sind nervös. Haben Angst. Vor etwas Unantastbarem, Unsichtbarem. Etwas, das nicht existieren dürfte, etwas voller Schmerz und Hass. Amy geht dem Grauen auf den Grund und stößt dabei auf ein schreckliches Geheimnis…auf ein Wesen, das weitaus schrecklicher, bösartiger und gefährlicher ist, als Amy je vermutet hat… (Quelle: Amazon.de)

Frankster gruselt zum Mittelmaß:

Was macht man wenn man ein wirklich maues, mit gängigen Klischees zugepflastertes Drehbuch hat und weiß, dass man allenfalls einen mittelmäßigen Gruselfilm aufs Tablett hauen wird? Richtig, man läßt es sein! … Oder verpflichtet eine magersüchtig-aussehende Ex-US-Seriengröße wie Calista Flockhart und hofft, dass dem Zuschauer dadurch nicht mehr auffällt, dass es sich bei Fragile eigentlich nur um die 1000ste Wiederauferstehung von der „böses Monster ist aus irgendwelchen Gründen hinter Kindern her“ -Story handelt.

Natürlich ist es heutzutage schwer, mit einem Horrorfilm noch wirklich zu schocken oder gar etwas Neues auf den Markt zu werfen: Scream, Grudge, The Ring, Final Destination … da bleibt neben unzähligen Fortsetzungen nicht mehr viel übrig, womit man im Mainstream noch für Aufmerksamkeit sorgen könnte. Dank Filmen wie The Nameless und Darkness (die ich meiner Erinnerung zufolge beide nicht gesehen habe) hat sich der spanische Regisseur Jaume Balagueró bei Freunden des Horrorgenres angeblich einen guten Ruf erarbeitet. Nichtsdestotrotz werde ich ihn sicherlich nicht wegen Fragile – A Ghost Story in Erinnerung halten, wenn bei mir in Zukunft wieder eines seiner Werke zufällig über den Bildschirm flimmern sollte. Mittelmaß: Alles schon einmal gesehen, leicht gegruselt und schon wieder vergessen: 5 von 10 Punkte!

Info:

Deutscher Titel: Fragile
Originaltitel:     Frágiles
Produktionsland: Spanien
Erscheinungsjahr: 2005
Länge (PAL-DVD): 93 Minuten
Originalsprache: Spanisch
Altersfreigabe: FSK 16
Regie:     Jaume Balagueró
Drehbuch: Jaume Balagueró, Jordi Galcerán
Musik: Roque Baños
Darsteller: Calista Flockhart, Elena Anaya, Colin McFarlane u.w.

Englischsprachiger Trailer:

Snakes on a Plane

Schlangen im Flugzeug verspeisen die Passagiere und Samuel L. Jackson hat was dagegen. Ein Film der hält, was er verspricht, und deshalb an der Kinokasse floppt. Sehr schade!

Snakes on a Plane

Snakes on a Plane

FBI Agent Flynn hat eine Mission: er soll einen Augenzeugen von Hawaii nach Los Angeles geleiten damit der Staat einen brutalen Mafiaboss hinter Gitter bringen kann. Doch als das Flugzeug gerade hoch in der Luft ist bahnen sich hunderte von aggressiven Giftschlangen ihren Weg in die Passagierkabine, attackieren alles was ihnen in den Weg kommt und verbreiten ein Chaos voller Angst und Schrecken. Mit Hilfe eines Schlangenexperten in L.A. versucht Flynn die Situation in den Griff zu bekommen um den Zeugen und die Passagiere vor den tödlichen Reptilien zu schützten. Es beginnt ein actionreicher und nahezu aussichtsloser Flug ums Überleben. (Quelle: Produktbeschreibung)

Snake on a Cee meint: Das Internet – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2006. New Line Cinema freut sich ein Loch in den Bauch. Unter tatkräftiger Mithilfe einiger Hollywood-Blogger ist es dem Filmstudio gelungen, einen gigantischen Hype um ihren neusten Film mit dem schmissigen Arbeitstitel Snake on a Plane zu entfachen. Zahlreiche Nerds und Online-Zombies drehen witzige Trailer und spamen die Foren mit Drehbuchvorschlägen voll. New Line ist sich sicher: Das wird ein Knaller.

Das obligatorische Preview für die Journaille hält man für nicht notwendig, schließlich könnte eine kritische Berichterstattung das sensible Cybervolk verschrecken. Als Ziel für das erste Kinowochenende werden deshalb bescheidene 38 Millionen Dollar ausgegeben, immerhin weiß man die Community hinter sich. Zu doof nur, dass diese von kostenpflichtigen Dienstleistungen nicht viel hält…

Während also die eine Hälfte schon dem nächsten heißen Scheiß hinterher hechelt und die andere noch überlegt, hinter welcher Müllwand sich wohl die Haustür verstecken könnte, verhungert Soap, wie hippe Leute den Streifen nennen, mit einem Einspielergebnis von nur 13,8 Millionen Dollar an den Kinokassen. In Deutschland sehen nur 73.000 Besucher (!) den Streifen und runden den spektakulärsten Flop der jüngeren Filmgeschichte ab. Ein Schock für New Line, das die Konsumfreude mitteilungsbedürftiger Internetgestalten komplett überschätzt hat. Oder gibt es tatsächlich einen triftigen Grund, Snakes on a Plane zu verschmähen?

Zugegeben, der Plot ist schnell erzählt. Aggressive Gift- und Würgeschlangen befreien sich im Frachtraum und fallen über die Passagiere her. Unter ihnen befindet sich FBI-Agent Neville Flynn (Samuel L. Jackson), der den Mordzeugen Eddie Kim (Bryon Lawson) zu einem Schwurgericht begleiten soll. Als die ersten Menschen einen qualvollen Tod erleiden, nimmt Flynn das Heft in die Hand und führt das Heer der Überlebenden in den sicheren Hafen des nächst gelegenen Airports.

Der eindimensionalen Story ungeachtet, bietet Snakes on a Plane wirklich alles, was ein kurzweiliger Katastrophenfilm braucht. Ganz im Stile alter Slasher-Filme bedient der Streifen zielsicher alle Vorurteile und Schockmomente des Trash-Action-Thrillers. Gewürzt mit einem kräftigen Schuss Ironie und Situationskomik hebt sich Soap erfrischend von den geistigen Vätern aus den 1970er Jahren ab und ersetzt den geschniegelten Superhelden mit Blend-A-Dent-Lächeln durch einen kompromisslosen, kantigen Cop mit coolen Sprüchen auf der Lippe. Keine Frage, der Cineasten-Macho kommt voll auf seine Kosten und erfreut sich an der Arbeit der kriechenden Reptilien.

Doch genau diese Kriterien sollten sich als die große Schwachstelle des Films erweisen – zumindest aus ökonomischer Sicht. Erwarteten die Zuschauer nach dem gigantischen Rauschen im World Wide Web nicht weniger als die Neuerfindung des Rades, erhielten sie stattdessen nur einen gut gemachten Genrefilm, der seinen kommerziellen Höhepunkt allerdings schon vor 30 Jahren überschritten hat. Ein klassischen Beispiel für miserables Marketing, was Snake on a Plane den Makel des Kassengifts verleiht. Vollkommen zu unrecht, aber leider nicht zu ändern. Die zischenden 8,5 von 10 Punkten sind da nur ein kleiner Trost…

Deutscher Titel: Snakes on a Plane
Originaltitel: Snakes on a Plane
Studio/Verleih: New Line Cinema / Warner Bros. Germany
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2006
Länge (PAL-DVD): 101 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Regie: David R. Ellis
Drehbuch: John Heffernan, Sebastian Gutierrez, David Dalessandro, John Heffernan
Musik: Trevor Rabin
Darsteller: Samuel L. Jackson, Julianna Margulies, Nathan Phillips, Rachel Blanchard, Bryon Lawson u.w.

Trailer (englisch):