Hitman – Jeder Stirbt Alleine

Hitman - Jeder Stirbt Alleine

Hitman - Jeder Stirbt Alleine

„47“, das sind die beiden Ziffern eines Strichcodes, den man in den Nacken des Mannes tätowiert hat, von dem nichts weiter als sein Name bekannt ist: Agent 47 (Timothy Olyphant), ein Killer mit Prinzipien und Nerven wie Drahtseile. Doch wird aus dem kühlen Jäger auf einmal der Gejagte: Er gerät in die Fänge eines politischen Machtspiels und wird selbst zur Zielscheibe von Interpol und dem russische Militär. Während er den Attacken seiner Gegner ausweicht, kämpft Agent 47 darum, herauszufinden, wer ihn aus dem Weg räumen will – und warum! Die größte Bedrohung besteht für ihn allerdings in der geheimnisvollen, attraktiven Frau Nika (Olga Kurylenko)… (Quelle: Pressetext)

Kommentar von Alex „30+“ Cee: Der interessierte CeeNeast des eingehenden 21. Jahrhunderts weiß natürlich, dass Verfilmungen von Computerspielen immer mit Vorsicht zu genießen sind. Als mahnendes Beispiel auf dem Friedhof der guten Unterhaltung liegt – für alle Unvergessen – Lara Croft, auch bekannt als weiblicher Indiana Jones mit zwei prallen Tüten, wahlweise gefüllt mit heißer Luft oder dem schwarzen Loch der Langeweile.

Auch Hitman – Jeder Stirbt Alleine bringt alle Grundvoraussetzungen mit, um Actionfans mit einem Gähnen aus der Filmvorführung zu entlassen. Statt des smarten Vin Diesel mimt Timothy Olyphant den Profikiller 47 und stellt unter Beweiß, dann man(n) selbst mit offensichtlicher Gesichtsmuskellähmung eine Hauptrolle in einem gehobenen Mittelklasse-Hollywood-Popkorn-Streifen ergattern kann. Auch die für Action-Verhältnisse eher bescheidene Story des Films entstammt wohl aus dem Aldi-Drehbuchautomaten und von den vielen kleinen, offensichtlichen Logikfehlern wollen wir mal garnicht sprechen.

Dennoch – und das sei nicht verschwiegen – entfaltet Hitman einen gewissen Reiz, der nicht nur an der fantastischen Figur von Olga Kurylenko liegt, die zur Freude des männlichen Publikums entweder spärlich oder gleich garnicht bekleidet durch das Bild hüpft. Der Film verfügt über erstaunlich wenig Längen und hält den Zuschauer mit zahlreichen Schießereien und Actionszenen bei der Stange. Hierbei kommt nun die Schmalspurstory positiv zum tragen, denn anstatt das Tempo mit überflüssigen Nebenplots wie einer Liebesgeschichte zu drosseln, betäubt 47 seinen attraktiven Sidekick Nika Boronina kurzerhand, sobald sie zuviel sabbelt oder sexuelle Handlungen einfordert. Großartig! 🙂

Insgesamt die wohl beste filmische Umsetzung eines Computerspiels seit dem unerreichten Silent Hill, doch das hat bei so dadaistischen Vorgängern wie die Super Mario Bros. nicht viel zu bedeuten. 6,5 von 10 Punkten

Verspäteter Einspruch des Frankster: 6,5 Punkte? Mickrige 6,5 Punkte für dieses Meisterk? Da muss Kollege Alex Cee wirklich auf einem verdammt schlechten Tripp gewesen sein – oder so betrunken, dass er versehentlich Xavier Gens Meisterwerk „Hitman – Jeder Stirbt alleine“ mit dem schlechten Actionstreifen „Enter the Hitman“ aus dem Jahr 1998 mit Chuck Norris verwechselt hat. Obwohl: Man müsste schon ganz schön high sein, um letztgenanntem Schundwerk 6,5 Punkte zu verpassen.

Woran liegt es also, dass mein CeeNema-Kollege diesem Hitman statt den mindestens berechtigten 8 von 10 Punkten nur dieses Armutszeugnis bescheinigte? Auf meine Nachfrage war das offizielle Statement „Ich habe ihn mir nochmal angeschaut“, gefolgt von irgendwelchen Dingen wie „schlechte Mimik von Agent 47“ etc. An dieser Aussage zeigt sich vielleicht auch, dass Herr Cee mit der Computerspielreihe niemals vertraut war oder die Hintergrundgeschichte des von Timothy Olyphant gespielten Agenten auch beim nochmaligen Schauen dieses Meisterwerks einfach nicht verstanden hat. Zur Erklärung von Wikipedia: Im Film sind die Agenten Waisenkinder, im Spiel allerdings sind es Klone, was unter anderem die Strichcodes auf den Hinterköpfen erklärt. Hinzu kommt, dass es sich in den ersten beiden Teilen von Hitman (Spiel) darum dreht, seine Identität zu klären und er sich, mehr oder weniger, mit seinem „Schöpfer“ auseinandersetzen muss. Bleibt die Gewißheit, dass Kollege Cee diesem guten Film wahrscheinlich eine gerechte Punktevergabe verpasst hätte, wenn  (wie zuerst geplant) Actionstar Vin Diesel die Hauptrolle übernommen hätte. Also nochmal fürs Protokol: Absolut verdiente 8,5 von 10 Punkten

Deutscher Titel: Hitman – Jeder stirbt alleine
Originaltitel: Hitman
Produktionsland: Frankreich, USA, Türkei
Erscheinungsjahr: 2007
Länge (PAL-DVD): 91 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 18 – keine Jugendfreigabe
Regie: Xavier Gens
Drehbuch: Skip Woods
Musik: Geoff Zanelli
Darsteller: Timothy Olyphant, Dougray Scott, Olga Kurylenko, Robert Knepper, Ulrich Thomsen, Henry Ian Cusick, James Faulkner u.w.

Deutscher Trailer:

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